Notfallapotheke

Was ist eine Notfallapotheke?
Eine Notfallapotheke bezeichnet die Sammlung von Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln, die jeder für unvorhergesehene Unfälle, Missgeschicke und die erste Behandlung von Krankheiten im Haus haben sollte. Aber auch Sportler, Wanderer und Autofahrer sind mit einer Notfallapotheke ideal für den Ernstfall gerüstet. Nicht umsonst ist der sogenannte Erste-Hilfe-Koffer im Auto sogar gesetzlich vorgeschrieben! Eine Notfallapotheke geht aber über eine Ansammlung von Pflastern, Bandagen & Co. hinaus. Auch auf Reisen hat sich eine Notfallapotheke bewährt, die dann nicht nur Medikamente gegen die auf einer Reise auftretenden Probleme wie beispielsweise Reiseübelkeit oder vorbeugende Mittel gegen Sonnenbrand enthält, sondern auch all jene Medikamente, die der Reisende täglich nehmen muss und die im Reiseland eventuell nur schwer zu beschaffen wären.

Mit einer Notfallapotheke ist man für alle Fälle gewappnet. Ob Prellungen bzw. Quetschungen durch einen leichten Unfall im Haushalt – die Notfallapotheke hält Coolpacks und abschwellende, schmerzstillende Salben bereit. Blasen an den Füßen von den neuen Schuhen? Die Notfallapotheke hilft mit speziellen Blasenpflastern. Plötzlicher Durchfall? Kohletabletten gehören ebenso in jede Notfallapotheke wie Mittel gegen Kopf- und Zahnweh, Erkältung und andere Alltagsbeschwerden. Die Idee hinter der Notfallapotheke ist, dass im Verletzungs- bzw. Krankheitsfall das passende Mittel schon zur Hand ist und man sich, vor allem nachts, feiertags oder an Wochenenden, den Gang oder die Fahrt zur nächsten diensthabenden Apotheke spart. Natürlich ersetzt die Notfallapotheke nicht den Arzt, eignet sich aber ideal zur Erstversorgung bzw. zur Selbstbehandlung kleinerer Beschwerden. Bestehen die Beschwerden trotz Selbstbehandlung in den nächsten Tagen unverändert weiter, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das selbe gilt bei Vergiftungen oder unklaren Beschwerden.

Damit man im Ernstfall eine gut ausgestattete Notfallapotheke zur Hand hat, muss sie regelmäßig kontrolliert und eventuell neu bestückt werden. Medikamente bzw. Hilfsmittel, deren Verfallsdatum abgelaufen ist oder die nur noch in geringer Stückzahl vorhanden sind, müssen nachgelegt werden. Am günstigsten fährt man dabei mit der Bestellung aller benötigten Medikamente und Utensilien in einer Online-Apotheke, die auch als Versandapotheke bezeichnet wird. Hier sind via Internet die selben Medikamente erhältlich wie bei Präsenzapotheken, jedoch gewähren Online-Apotheken oftmals bis zu fünfzig Prozent Preisnachlass auf rezeptfreie Medikamente. Dies ist den Online-Apotheken möglich, da sie ihre Produkte in so großen Mengen einkaufen, wie es die Lagerkapazitäten einer Präsenzapotheke nicht ermöglichen würden. In der Regel geben die Online-Apotheken die Preisnachlässe über die Arzneimittelpreise direkt an ihre Kunden weiter. Natürlich lassen sich hier auch Rezepte einlösen; doch ist es gesetzlich nicht erlaubt, auf verordnete Medikamente bzw. die Zuzahlungsgebühren Preisnachlässe zu geben. Geliefert wird innerhalb kürzester Zeit bequem nach Hause, und das oftmals versandkostenfrei, je nach Höhe des Bestellwertes. Manche Online-Apotheken liefern unabhängig vom Bestellwert portofrei.

Da das Betreiben und der Besitz einer Versandapotheke in Deutschland ausschließlich zugelassenen Apotheken (und damit Apothekern, also studierten Pharmazeuten, Stichwort: Fremdbesitzverbot) erlaubt ist, unterliegt sie den selben Standards, was die Qualität der Beratung und die Medikamentensicherheit betrifft wie eine Präsenzapotheke. Es ist aber Kapitalgesellschaften möglich, in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Apotheken sogenannte Lizenzbetriebe zu eröffnen. Hier bilden das wirtschaftliche Know-How der Kapitalgesellschaft, das sich in günstigen Preisen für die Kunden niederschlägt, und die Fachkompetenz des Apothekers, eine Symbiose.